© 2017 Fotos, Gestaltung & Layout  Thomas Lehne © 1996 - 2017 Alle Rechte liegen bei VKL-SZFG                   IMPRESSUM
VERTRAUENSLEUTE der IG Metall in der SALZGITTER FLACHSTAHL GmbH Werk Salzgitter
Besucher:
„Ein Einzelner vermag viel - zusammen erreichen wie alles!“

Aktuelles/News ++ Aktuelle Nachrichten ++ Termine ++ Veranstaltungen ++ Aktuelles/News

Juli-2017

IGM-Gewerkschaft warnt: Diesel-

Ablehnung kostet viele Arbeits-

plätze

10.07.2017   |Die   IG   Metall   sieht   die   deutschen Autobauer    vor    großen    Problemen.    Die    Ge- werkschaft   IG   Metall   warnt   einem   Bericht   des Spiegel    zufolge    vor    Jobverlusten    wegen    der Krise    bei    Dieselfahrzeugen.    Der    Vorsitzende der   IG   Metall,   Jörg   Hofmann,   habe   in   einem Brief    an    Bundesverkehrsminister    Alexander Dobrindt   (CSU)   vor   den   negativen   Folgen   der Diskussion     um     Dieselfahrverbote     gewarnt. Die    Regierung    müsse    „dringend    Übergangs- lösungen“   schaffen,   damit   sich   „die   Gesamt- situation   in   den   Regionen   und   Betrieben   nicht immer weiter aufheizt“. Die   Zulassungszahlen   von   Diesel-Pkw   gingen derzeit   „von   Monat   zu   Monat   zurück“,   heißt es   in   dem   Schreiben   weiter.   Weil   aber   die   Fer- tigung   von   Benzinmotoren   „deutlich   weniger arbeitsintensiv“   sei,   stünden   allein   deswegen „etliche   tausend   Arbeitsplätze   auf   der   Kippe“. Dies   vertiefe   „die   ohnehin   schon   starke   Ver- unsicherung    in    den    Belegschaften    über    die Sicherheit   ihrer   Arbeitsplätze   deutlich“.   Laut Spiegel    beginnen    nach    Privatkunden    auch Großunternehmen,    weniger    Dieselautos    zu bestellen.    So    wolle    der    Allianz-Konzern    für seine     Vertreter     verstärkt     „Hybridfahrzeuge wie    auch    Benziner“    ordern.    Die    Deutsche Bahn      versuche,      „bei      laufenden      Neube- stellungen     von     Mitarbeiterfahrzeugen     den Anteil    der    Dieselfahrzeuge    zu    reduzieren“, sagte ein Sprecher dem Nachrichtenmagazin. Die   Autoindustrie   steht   vor   einem   Dilemma: In   vielen   Innenstädten   drohen   wegen   der   ho- hen   Feinstaubbelastung   gerichtliche   Fahrver- bote.   Mitverantwortlich   sind   vor   allem   Diesel- fahrzeuge.   Gleichzeitig   stoßen   diese   weniger Kohlendioxid aus als Benziner. Elektroautos   andererseits   werden   wegen   des hohen     Preises,     fehlender     Ladesäulen     und einer   geringen   Reichweite   wenig   nachgefragt. Der    Skandal    um    gefälschte    Abgaswerte    bei Diesel-Fahrzeugen    hat    das    Vertrauen    vieler Verbraucher   in   die   Autobranche   zusätzlich   er- schüttert.   In   der   Autoindustrie   in   Deutschland arbeiten    mehr    als    800.000    Menschen,    der Umsatz beträgt mehr als 400 Milliarden Euro. Quelle: Deutsche Wirtschafts-Nachrichten

Vorsitzender der IG Metall Jörg Hoffmann

28-Stunden-Woche: IG Metall

will kürzere Arbeitszeiten er-

möglichen

Die   Auftragsbücher   sind   voll,   viele   Arbeitge- ber   stöhnen   über   die   35-Stunden-Woche.   Do- ch   die   Gewerkschaft   will   noch   niedrigere   Ar- beitszeiten   in   der   Metallbranche   durchsetzen. Lohnausgleich   zum   Teil   inklusive.   33   Jahre   ist der   letzte   große   Kampf   um   die   Arbeitszeiten jetzt   her.   Mit   strahlenden   Sonnen   auf   ihren Plakaten    und    einem    sieben    Wochen    langen Streik    in    Hessen    und    Baden-Württemberg hatte   die   IG   Metall   damals   erfolgreich   die   35- Stunden-Woche   durchgesetzt.   Daran   will   die Gewerkschaft   nun   offenbar   anknüpfen   -   und hat   die   Metallarbeitgeber   in   der   kommenden Tarifrunde   zum   Streit   über   Arbeitszeitregeln herausgefordert. "Die    Beschäftigten    wollen    Arbeitszeiten,    die zu   ihrem   Leben   passen",   sagte   IG-Metall-Chef Jörg   Hofmann   auf   einer   Konferenz   der   Gewer- kschaft    in    Mannheim.    Deshalb    werde    eine Forderung   vorbereitet,   die   Wochenarbeitszeit auf   freiwilliger   Basis   und   zeitlich   begrenzt   un- ter   die   geltenden   35   Stunden   zu   senken.   Statt "Samstags   gehört   Vati   mir"   wie   auf   Bannern in   den   Fünfzigern   zu   lesen,   könnte   es   nun   hei- ßen: "Auch tagsüber gehört Vati mir". Arbeitnehmer     müssen     sich     laut     Hofmann mehr   Zeit   nehmen   können   -   sei   es   für   Pflege und   Betreuung   in   der   Familie   oder   für   eine Weltreise.   Der   Gewerkschaft   schwebt   für   den größten   deutschen   Industriezweig   ein   Recht auf   eine   28-Stunden-Woche   für   maximal   zwei Jahre vor. "Verkürzte Vollzeit" nennt sie das. Lohnausgleich    für    Schichtarbeiter,    Eltern und pflegende Angehörige gefordert Der   Arbeitgeberverband   Gesamtmetall   lehnt die   Idee   ab.   Es   gebe   ohnehin   schon   zu   wenige Fachkräfte.     "Es     wäre     daher     ein     standort- politischer    Wahnsinn,    die    bestehende    Fach- kräftelücke   mit   Gewalt   zu   vergrößern",   teilte der   Verband   mit.   Nach   dem   gültigen   Vertrag können    bereits    bis    zu    18    Prozent    der    Be- schäftigten    eine    höhere    Arbeitszeit    als    35 Stunden   haben.   Doch   laut   Hofmann   ist   diese Regel     wirkungslos:     Knapp     dreißig     Prozent arbeiteten     länger.     Als     "Antwort     auf     den Flexibilisierungswahn"       der       Unternehmen wünschten   sich   die   Arbeitnehmer   Optionen, mit   der   Arbeitszeit   nach   unten   abzuweichen.

IG Metall-Demo am 1. Mai in Hamburg, Foto: DPA

Im    Falle    familiärer    oder    gesundheitlicher    Belast- ungen   sowie   in   den   unteren   Einkommensgruppen soll   der   Lohn   nicht   entsprechend   der   geringeren   Ar- beitszeit    sinken.    Dies    sei    eine    angebrachte    Sozial- leistung   der   Arbeitgeber,   sagte   Hofmann.   Schichtar- beiter,      junge      Eltern      und      pflegende      Familien- angehörige   sollten   bei   verkürzter   Arbeitszeit   einen Lohnausgleich   erhalten.   "Wir   sehen   das   als   Sozial- leistung der Arbeitgeber, die in die Zeit passt." Schichtarbeiter   seien   nachweisbar   besonderen   ge- sundheitlichen   Risiken   ausgesetzt.   Für   die   unteren Lohngruppen    müsse    der    Ausgleich    höher    sein    als für die übrigen Mitarbeiter. Erst    kürzlich    war    jedoch    der    Gesetzentwurf    von Bundesarbeitsministerin   Andrea   Nahles   gescheitert, die    Teilzeitbeschäftigten    ein    Rückkehrrecht    in    die Vollzeit   ermöglichen   sollte.   Von   Lohnausgleich   war dabei noch nicht mal die Rede. "Die   Beschäftigten   wollen   Arbeitszeiten,   die   zu   ihrem Leben   passen",   sagte   der   Vorsitzende   der   größten deutschen   Gewerkschaft   IG   Metall.   Ob   die   Forder- ung    Erfolg    hat?    Ein    ähnlicher    Vorstoß    hatte    2013 selbst      bei      linksgerichteten      Ökonomen      Unver- ständnis   hervorgerufen.   Jetzt   soll   es   auf   freiwilliger Basis und zeitlich begrenzt klappen. Die   IG   Metall   stimmt   mit   der   28-Stunden-Woche   die Arbeitgeber    jedenfalls    auf    kämpferische    Tarifver- handlungen    für    die    bis    zu    3,7    Millionen    Beschäft- igten   der   deutschen   Metall-   und   Elektroindustrie   ein. Sie   sollen   noch   vor   Ablauf   der   Friedenspflicht   Ende 2017    beginnen.    Über    die    Flächentarife    sind    unter anderem   die   Schlüsselindustrien   Auto   und   Maschin- enbau   weitgehend   abgedeckt.   Eine   zusätzliche   Lohn- forderung    will    die    Gewerkschaft    erst    im    Oktober festlegen. Die   Arbeitgeber   sind   bereit,   über   das   Thema   zu   ver- handeln.   Sie   mahnten   jedoch,   die   deutsche   Metall- und   Elektroindustrie   habe   weltweit   schon   die   kürz- este    tarifliche    Arbeitszeit,    der    Stundenlohn    sei    in Westdeutschland   mit   fast   43   Euro   so   teuer   wie   kaum woanders    weltweit.    "Wie    auch    immer    eine    neue Balance   aussieht,   sie   darf   Arbeit   nicht   noch   teurer machen", forderte Gesamtmetall. Quelle: Spiegel Online, apr/Reuters/dpa
Anmerkung des VKL-Online-Teams: Dass   sich   die   Wirtschaft   mal   wieder   komplett   auf   ab- wehrende   Haltung   stellt   und   mit   uralten   Argumen- ten   kommt   ist   allen   Gewerkschaftern   längst   aus   den zurückliegenden   Kämpfen   um   die   Arbeistzeitverkür- zung   klar.   Auch   die   35   Stunden-Woche   war   damals aus    Sicht    der    Wirtschaftsvertreter    Teufelzeug    und schädlich!    Dass    diese    Arbeistzeitverkürzung    aber tausende   Arbeistplätze   gerettet   hat,   wird   schnell   mal vergessen.     Den     Vertretern     der     Wirtschasvereini- gungen   geht   es   aber   in   erster   Linie   um   Profite.   Wir als    Metallerinnen    und    Metaller    immer    den    Inter- essensgegensatz      zwischen      Arbeit      und      Kapital bekämpft.   Dass   die   Politik   hier   nicht   mitkommt   ist glaube   ich   vielen   Wählern   längst   klar   -   und   dies   wird sich    auch    auf    die    anstehenden    Wahlen    nieder- schlagen.
PEINE-SALZGITTER
© 2017 Fotos, Gestaltung & Layout  Thomas Lehne © 1996 - 2017 Alle Rechte liegen bei VKL-SZFG                   IMPRESSUM VERTRAUENSLEUTE SZFG